Tango Argentino - Workshop in Waldmünchen

Vom 2. bis 4. Oktober 2026 trafen sich bei strahlendem Herbstwetter 16 Paare von der Tanzsportabteilung zum alljährlichen gemeinsamen Wochenende in Waldmünchen. Es waren sowohl langjährig erfahrene Tanzpaare dabei, als auch Paare aus der Anfängergruppe, welche vor 2 Jahren in Waldmünchen neu eingestiegen sind. Ziel dieses Workshops war es, die Freiheit zu bekommen aus verschiedenen Positionen in die gewünschten Figuren zu tanzen und neu zu kombinieren. Durch die Festigung der Grundstrukturen lassen sich darauf aufbauend gewisse Elemente leichter setzen.

Am Freitagabend nach dem Abendessen startete die erste Einheit mit Basiselementen des Tangos und wir sind über Laufschritte zur Caminata und Valdossa gekommen, ebenso wurden die Vorwärtsochos geübt. Der Einstieg in die Ochos ist nach dem ersten, zweiten, vierten und fünften Schritt aus dem Kreuz gut möglich, es ergeben sich dadurch viele Varianten beim Tanzen und es gibt keinen vorgefestigten Ablauf. Die Männer haben beim Führen alle Möglichkeiten und die Tanzpartnerinnen sind gefordert dies zu erspüren. Das macht diesen Tanz auch so besonders.

Zum gemütlichen Abschluss des ersten Abends trafen wir uns im Schlosskeller und ließen den Abend bei Wein und mehr gut ausklingen.

Gleich nach dem Frühstück ging es am Samstagvormittag mit der nächsten Einheit weiter: die Dame geht um den Mann herum und hat ein kleines Schrittmuster: Rück – seit – vor – drehen- seit – drehen. Und was rechts herum geht, geht auch links herum. Und schon ging es mit der Planeo weiter – der Mann geht rückwärts auf einem stabilen Kreis um die Dame, während sie ihn anstrahlt – und lächelt! Und hier gilt – was rückwärts möglich ist, geht auch vorwärts. Eine weitere Variante: der Mann dreht die Dame ins Körbchen und geht um sie herum.

In den kurzen Pausen konnten wir den Kaffee in der Herbstsonne genießen oder einfach nur Sonne tanken. Das Team vom Jugendgästehaus hat uns gut und reichlich mit Essen versorgt. Am Samstagnachmittag erwartete uns ein riesiges Kuchen- und Tortenbuffet, um den Geist und Körper zu stärken. Bis zum Abendessen beschäftigten wir uns mit Bausteinen aus der Milonga, zuerst die Americana, die verlängerte Valdossa und die mehrmals getanzten Rückwärtsochos.

Samstag abends fand die traditionelle Milonga statt und es konnte ausgiebig getanzt und mit dem Erlernten experimentiert werden. Nach Mitternacht gabs noch Sekt und alkoholfreie Getränke um auf einen Geburtstag anzustoßen. In der Kreismitte auf leerer Tanzfläche tanzte unser Geburtstagskind mit fast allen Männern, die sich im fliegenden Wechsel abklatschten, so wie es auf einer Tango-Tanzveranstaltung ein schöner Brauch ist.

Sonntag nach dem Frühstück beschäftigen wir uns mit dem Tango Vals, die Schritte und Bewegungen sind aus dem Repertoire des Tango Argentino. Der Takt ist hier die Herausforderung, die Schritte können sogar gegenläufig zum Tanzpartner gesetzt werden.

Bei Rouladen, Kraut und Spätzle haben wir uns gestärkt und sind dann in die Abschlussrunde. Es gab eine Zusammenfassung über die verschiedenen Einheiten und Mancher fragte sich, ob wir das tatsächlich alles gelehrt bekamen… Begriffe wie der versteckte Pivot im Ocho, Sacada, Parada, Planeo und Voleo schwirrten in unseren Köpfen. Zum letzten Mal versuchten wir uns an den verschiedenen Schritten und Figuren. Wir haben ganz viel Input bekommen und können uns in der nächsten Saison intensiv damit beschäftigen.

Wolfgang und Renate haben die Kunst geschafft alle, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen, mit ihren unterschiedlichen Tanzerfahrungen im Unterricht abzuholen mit sehr viel Liebe, motivierenden Worten, ihrem Einfühlungsvermögen und Humor.

Ein herzliches Dankeschön dafür an Wolfgang und Renate für einen perfekt vorbereiteten und wunderschönen Tango Argentino Workshop 2026 in Waldmünchen und an alle anderen, die in der Vorbereitung und beim Ablauf zu diesen rund herum gelungenem Wochenende beigetragen haben. Ein großes Lob für das Erstellen und Schneiden des Videos, es trägt auch dazu bei, dass die Tage in Waldmünchen lange in Erinnerung bleiben werden.

Bericht: Monika Götz, Fotos: Thomas Göllner